Das Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut WKI feierte am 17. Juni 2026 mit rund 150 Gästen in Braunschweig 80-jähriges Jubiläum. Mit dem Spatenstich begannen an diesem besonderen Tag auch die Bauarbeiten für das neue Technikum auf dem Campus am Riedenkamp.
Die Fertigstellung des 1.800 Quadratmeter großen, dreigeschossigen Gebäudes mit Werkstätten, Büro- und Seminarräumen ist für den Herbst 2029 vorgesehen. Das neue Technikum ersetzt die in die Jahre gekommene Versuchshalle aus den 1960er Jahren. Es dient künftig der industrienahen Forschung und Entwicklung nachhaltiger Materialien und Technologien. Forschungsprozesse können im industriellen Maßstab abgebildet und gezielt um neueste Komponenten der Fertigungsautomatisierung erweitert werden.
Institutsgründer und Namensgeber Dr. Wilhelm Klauditz gilt als Pionier der modernen Holzwerkstoffindustrie. Heute nutzt das Fraunhofer WKI die ganze Bandbreite nachwachsender Rohstoffe, um daraus nachhaltige Werkstoffe, Bauteile und Chemieerzeugnisse zu entwickeln. Das Institut mit Standorten in Braunschweig, Hannover und Wolfsburg ist spezialisiert auf Verfahrenstechnik, Formgebung und Komponentenfertigung mit Biowerkstoffen, biobasierte Bindemittel und Beschichtungen, Funktionalisierung, Brandschutz, Werkstoff- und Produktprüfungen, Recyclingverfahren sowie den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in Gebäuden und Fahrzeugen.
Darüber hinaus gehört das Fraunhofer WKI zu den führenden Forschungseinrichtungen im Bereich Innenraumluftqualität. Nahezu alle Verfahren und Produkte, die aus der Forschungstätigkeit des Instituts hervorgehen, werden industriell genutzt. Mit seiner Forschung und Entwicklung leistet das Fraunhofer WKI einen wichtigen Beitrag für den Aufbau einer biobasierten Kreislaufwirtschaft (Zirkuläre Bioökonomie).
(Erschienen im EU-Recycling Magazin 07/2026, Seite 30, Abb.: MSV)
