Weltstahlverband rechnet mit Stilllegungen von Hochöfen in Europa

Verbandspräsident Wolfgang Eder, und Vorstandschef des österreichischen Stahlkonzerns Voest­alpine, sieht sechs bis acht Werke bedroht.

Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, und zitiert Wolfgang Eder wie folgt: „In Europa wird zu viel Stahl produziert, vor allem zu viel einfache Stahlgüten. Weil es enorme Überkapazitäten gibt, sind die Preise so niedrig, dass es zunehmend kritischer wird für eine Reihe von Standorten. So kann es nicht weitergehen. Bei einer aktuellen Kapazität von rund 210 Millionen Tonnen Rohstahl in Europa sind 30 bis 40 Millionen Tonnen zu viel. Bei einer Produktion von durchschnittlich etwa fünf Millionen Tonnen pro Standort reden wir also über sechs bis acht Werke, die betroffen wären. Die Krisensignale sind seit Jahren nicht zu übersehen.“ Gerade bei einfachen Produkten könnten viele Werke in Europa auf Dauer nicht mit den Herstellungskosten in Türkei, Ukraine, Russland, China oder Indien konkurrieren.

Foto: voestalpine

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