Aluminiumfolien-Statistik 2014

Jahr des Auf und Ab endet mit optimistischen Erwartungen.

Trotz eines für die Aluminiumfolien-Industrie durchwachsenen Jahres 2014 mit anhaltender Konjunkturschwäche und verstärktem Wettbewerb blickt die Branche alles in allem zufrieden auf das Erreichte: Die europäischen Alufolienhersteller produzierten laut ihrem Verband, der EAFA-European Aluminium Foil Association e.V.,  852.685 Tonnen und damit nur 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr (2013: 855.510 Tonnen). Erneut stark entwickelte sich das Exportgeschäft, das im Jahresvergleich um 17,2 Prozent von 84.126 (2013) auf 98.668 Tonnen (2014) zulegte, nicht zuletzt unterstützt durch vorteilhafte Währungseffekte. Innerhalb der EAFA-Region gingen die Ablieferungen dagegen um 2,2 Prozent auf 754.018 Tonnen zurück (2013: 771.385 Tonnen).

Ablieferungen um 1,8 Prozent zugelegt

Wie erwartet führte der Lagerabbau im vierten Quartal zu verminderten Ablieferungen von 2,9 Prozent auf 200.420 Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum (4. Quartal 2013: 206.449 Tonnen). Für dickere Folien, wie sie typischerweise für halbstarre Behälter und technische Anwendungen genutzt werden, hielt die Nachfrage-„Rallye“ an. Dank eines sich langsam erholenden technischen Marktes legten die Ablieferungen in diesem Segment um 1,8 Prozent zu. Die Nachfrage nach dünner Folie, vor allem für flexible Verpackungen und Haushaltsfolie, blieb über das ganze Jahr hinweg schwach. Die Ablieferungen gingen leicht um 1,3 Prozent zurück. Die Hauptgründe für diese Entwicklung sind ein verstärkter Wettbewerb von Anbietern außerhalb Europas und der anhaltende Trend zu immer dünneren Folien.

Exportgeschäft ermutigend

„Nach einem starken Start ins Jahr erlebten wir eine stetige Verlangsamung für die verbleibenden neun Monate“, sagte der EAFA-Vizepräsident und Vorsitzende der Walzgruppe, Manfred Mertens. „Doch war der Rückgang in den folgenden drei Quartalen gering oder saisonal bedingt. Auf das Gesamtjahr gesehen gingen die Ablieferungen nur marginal zurück. Vor allem das Exportgeschäft war sehr ermutigend. Hier profitierten wir vom schwächeren Euro. In den reiferen europäischen Märkten ist das Wachstum weiterhin schwach ausgeprägt und durch den verstärkten Wettbewerb aus außereuropäischen Regionen beeinträchtigt.“ Und er fügte hinzu: „Die EAFA-Folienwalzer sind aber optimistisch, dass sich das Wachstum 2015 in den meisten Marktsegmenten beschleunigt. Der Ausblick bleibt jedoch von Unsicherheit gekennzeichnet. Es ist wie zuletzt nicht einfacher geworden, die nächsten Monate einzuschätzen.“

Foto: GDA

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