• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Probephase zur Munitionsbergung erfolgreich abgeschlossen

Das „Sofortprogramm Munitionsaltlasten“ hat die ersten Testbergungen von Weltkriegsmunition aus Versenkungsgebieten in der Lübecker und Mecklenburger Bucht mit vielen wichtigen Erkenntnissen beendet. Die Erfahrungen sollen nun in die Entwicklung der geplanten schwimmenden Entsorgungsanlage auf See einfließen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Verrostende Munition am Meeresgrund setzt giftige Stoffe wie TNT frei, die über die Meerestiere auch in unsere Nahrungskette gelangen können. Daher nehme ich dieses Problem sehr ernst. Bei den Testbergungen waren manche Patronenhüllen schon stark verfallen; auch wurden gänzlich frei liegende Explosivstoffe gefunden. Solche Funde unterstreichen, dass zeitnah gehandelt werden muss, um die weitere Belastung der Meeresumwelt mit Giftstoffen aus den Munitionsaltlasten zu stoppen. Das Sofortprogramm Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee tritt nach dieser Erprobungsphase in die nächste, wichtige Stufe ein: die Entwicklung und den Bau einer weltweit einmaligen schwimmenden Entsorgungsanlage für Munitionsaltlasten auf See. Unser Ziel ist es, die weltweit erste schwimmende Entsorgungsanlage zu bauen, um effektiv Altmunition aus den Meeren zu bergen. Damit schützen wir unsere Küsten, die Meeresumwelt und uns Menschen.“

Vielzahl von Vorgehensweisen getestet
Die sogenannte Pilotierung des Sofortprogramms Munitionsbergung hat gezeigt, dass aktuelle Erkundungs- und Bergungs-Technologien bereits gut eingesetzt werden konnten. Doch es wurde auch deutlich, wo die Technik weiterentwickelt werden muss – etwa durch feinfühligere Greifer und eine bessere Ausleuchtung der Arbeitsbereiche.

Deutlich wurde zudem, dass Altmunition auf unterschiedlichste Art auf den Meeresböden der Versenkungsgebiete liegt, teilweise auch metertief in den Meeresboden eingedrungen. Daher wurde eine Vielzahl von Werkzeugen und Vorgehensweisen getestet. Am Standort vor Boltenhagen stieß das Bergungsteam beispielsweise auch auf Überreste von versenkter Munition, die durch Korrosionsprozesse mit dem Untergrund regelrecht verbacken waren. Während manche Hüllen der Munition noch intakt sind, waren andere stark verfallen und geben vermehrt sprengstofftypische Verbindungen (STV) frei. In den Pilotierungs-Arealen fanden sich auch gänzlich freiliegende Explosivstoffe, deren Umhüllungen bereits völlig korrodiert sind.

Von Bergung bis Entsorgung lückenlos nachverfolgbar
Um die geborgenen Munitionsaltlasten detailliert zu erfassen, wurde ein Datenmanagement gemeinsam mit den Bergungsfirmen erprobt und verfeinert: So ist der Weg eines Stücks Munition von der Bergung bis zur Entsorgung lückenlos nachverfolgbar. Damit wird in Zukunft auch eine reibungslose Zuführung von Munitionsaltlasten aus den Fundgebieten auf die schwimmende Entsorgungsanlage auf See ermöglicht. Bei dem begleitenden Umweltmonitoring wurden im Umfeld der Arbeiten keine erhöhten Werte giftiger Sprengstoffrückstände gemessen. Das Hantieren mit der Munition setzt demnach nicht mehr Schadstoffe frei als der natürliche Zerfall der Sprengstoffverbindungen aus der korrodierenden Munition. Die nun anstehende Entwicklung und der Bau einer schwimmenden Entsorgungsanlage sind aktuell Gegenstand eines laufenden Vergabeverfahrens. Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, dass eine mobile Anlage zur industriemäßigen Entsorgung von Munitionsaltlasten direkt auf See bisher weltweit noch nicht gebaut worden ist. Gesucht wird daher ein Innovationspartner, der gemeinsam mit dem Bund erstmals die Anforderungen an eine solche Anlage definiert und entwickelt. Grundlage hierfür sind insbesondere die aus den Pilotierungen gewonnen Erkenntnisse. Die Pilotierung im Rahmen des „Sofortprogramms Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee“ umfasste drei jeweils dreißigtägige Probebergungen vor Neustadt/Holstein im Herbst 2024 und auch die Anfang September 2025 beendete, ebenfalls dreißigtägige Probebergung, die im Meer rund sechs Kilometer nordöstlich vom Ostseebad Boltenhagen durchgeführt wurde. Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden hierbei in größerem Umfang Munitionsaltlasten geborgen – vorsorglich, um weitere Umweltschäden zu vermeiden.

Der überwiegende Teil der geborgenen und erfassten Munitionsaltlasten aus allen vier Pilotierungs-Kampagnen – insgesamt rund 18 Tonnen – wurde sicher in Unterwassercontainern bereitgelegt, um zu einem späteren Zeitpunkt von der geplanten schwimmenden Industrieanlage auf See entsorgt zu werden. Rund 1,6 Tonnen Munitionsaltlasten wurden an Land gebracht und sollen, um sie nach einer ausführlichen Untersuchungsphase bei der Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten mbH (GEKA mbH) im niedersächsischen Munster fachgerecht zu entsorgen.

Weitere Infornationen zum Thema stehen unter: https://www.bundesumweltministerium.de/themen/meeresschutz/munitionsaltlasten-im-meer zur Verfügung.

Quelle: Umweltbundesamt

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 11/2025, Seite 29, Foto: MSV, KI-generiert)

1.209
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2025/10/Munitionsbergung-1125.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2025-11-07 10:58:572025-10-28 09:11:19Probephase zur Munitionsbergung erfolgreich abgeschlossen
Das könnte Sie auch interessieren
Munitionsaltlasten: Start für die Entsorgung mit 100 Millionen Euro

Anzeige

Translation

Diese Seite drucken / Print Diese Seite drucken / Print

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: Vom Reststoff zum Rohstoff: Spanplatten aus hundert Prozent Altholz Link to: Vom Reststoff zum Rohstoff: Spanplatten aus hundert Prozent Altholz Vom Reststoff zum Rohstoff: Spanplatten aus hundert Prozent Altholz Link to: Handlungsempfehlungen zur Reduzierung des Brandrisikos in Abfallbehandlungsanlagen Link to: Handlungsempfehlungen zur Reduzierung des Brandrisikos in Abfallbehandlungsanlagen Handlungsempfehlungen zur Reduzierung des Brandrisikos in Abfallbehandlungs...
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen