Pellets für den Kreislauf: Wie Amandus Kahl thermische und chemische Recyclingprozesse unterstützt

Auf der IFAT in München präsentiert Amandus Kahl technische Verfahren und Maschinen, mit denen sich Wertstoffe und Sekundärrohstoffe effizient aufbereiten und industrielle Prozesse im Recyclingkreislauf gezielt optimieren lassen. Durch die Pelletierung mit der bewährten Flachmatrizentechnologie bereitet der Maschinenbauer Materialien wie Kunststoffabfälle und Alttextilien so auf, dass sie als homogene Einsatzstoffe in Synthetic-Fuel-Prozesse und das chemische Recycling eingebracht werden können.

Ob in der chemischen Industrie, der Luftfahrt oder im Schwerlastverkehr: Dort, wo elektrische Lösungen an technische Grenzen stoßen, wächst weltweit die Bedeutung von CO₂ armen Synthetic Fuels. Diese Kraftstoffe werden aus verschiedenen Kohlenstoffquellen hergestellt, beispielsweise aus biogenen Reststoffen, recycelten Materialien, CO₂ aus Industrieabgasen oder aus Kunststoff- und Textilfraktionen, die thermochemisch weiterverarbeitet werden. Für all diese Prozesse sind aufbereitete, homogene Einsatzstoffe entscheidend. Hier setzt die Pelletiertechnik von Amandus Kahl an. Sie verdichtet feine, faserige oder heterogene Materialien zu formstabilen Pellets, die sich exakt dosieren, lagern und gleichmäßig in die Pyrolyse, Vergasung oder Depolymerisation einbringen lassen. Da diese thermischen und chemischen Verfahren empfindlich auf Schwankungen in Menge, Form oder Dichte reagieren, ist eine konstante Materialzufuhr essenziell. Die Verdichtung ist sowohl für die Herstellung von Synthetic Fuels als auch für das Kunststoffrecycling relevant. In diesem Bereich werden sortenreine oder gemischte Fraktionen häufig vor der thermischen und chemischen Weiterverarbeitung pelletiert.

Ähnlich verhält es sich bei Alttextilien: In pelletierter Form lassen sich textile Fasern deutlich einfacher transportieren, lagern und weiterverarbeiten. Auch Klärschlamm oder Biomasse, wie Holzreste, andere organische Nebenprodukte, Reststoffe und Bioabfälle, können mit der Flachmatrizenpresse von Amandus Kahl verarbeitet werden. Während aus den biogenen Stoffen stabile Brenn- oder Einsatzpellets entstehen, lässt sich Klärschlamm durch die Verdichtung gezielt für thermische Behandlungs- und Verwertungsverfahren vorbereiten.

Auf der IFAT können sich Interessierte ein Bild davon machen, wie Amandus Kahl mit 150 Jahren Maschinenbauerfahrung Unternehmen dabei unterstützt, stoffliche Abfallströme in nutzbare Produkte zu überführen. Ausgestellt wird die Flachmatrizenpresse 60–1500 mit Stromanschluss: Halle B4, Stand 546.

akahl.de

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 04/2026, Seite 33, Foto: Amandus Kahl GmbH & Co. KG)