Vorzerkleinerung neu gedacht: ALLRECO setzt bei dem PKR auf einen getriebelosen Direktantrieb
Wenn es um Maschinen und Anlagen für die Abfall- und Wertstoffaufbereitung geht, verfolgt ALLRECO einen klaren Ansatz: Technik soll nicht nur leistungsfähig sein, sondern auch im realen Anlagenbetrieb überzeugen. Unter dem Anspruch „Komplett. Durchdacht.“ entwickelt das Unternehmen Lösungen, bei denen Konstruktion, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit konsequent zusammen gedacht werden.
Zur IFAT 2026 präsentiert das Unternehmen mit dem PKR einen Vorzerkleinerer, der ein zentrales Konstruktionsprinzip vieler langsamlaufender Maschinen neu interpretiert. Statt eines klassischen Untersetzungsgetriebes arbeitet die Maschine mit einem leistungsstarken Direktantrieb. Der hocheffiziente Torquemotor erzeugt das erforderliche Drehmoment direkt im Motor und reduziert so Verschleiß, Wartungsaufwand und Energieverluste.
Direktantrieb ersetzt klassische Getriebetechnik
In konventionellen Vorzerkleinerern zählt das Untersetzungsgetriebe zu den mechanisch am stärksten belasteten Komponenten. Besonders bei abrupten Lastwechseln, etwa durch Störstoffe oder unzerkleinerbare Verunreinigungen im Materialstrom, entstehen hohe dynamische Belastungen. Neben den Prozesskräften müssen auch die rotierenden Eigenmassen plötzlich aufgenommen werden. Diese Lastspitzen führen häufig zu erhöhtem Verschleiß und können langfristig hohe Instandhaltungskosten verursachen.
Mit dem PKR verfolgt ALLRECO daher einen anderen Ansatz. Der neu entwickelte Direktantrieb erzeugt das notwendige Drehmoment unmittelbar im Motor. Der Vielpol-Torquemotor erreicht Nenndrehzahlen von rund 30 Umdrehungen pro Minute bei vollem Drehmoment und kommt vollständig ohne zwischengeschaltetes Getriebe aus.
Weniger Bauteile, geringerer Verschleiß
Der Verzicht auf ein Untersetzungsgetriebe reduziert die Anzahl mechanischer Komponenten im Antriebsstrang deutlich. Übertragungselemente und typische Verschleißstellen entfallen. Gleichzeitig werden Reibungsverluste vermieden, wie sie bei Zahn- und Lagerbewegungen auftreten. Dadurch verbessert sich der Gesamtwirkungsgrad des Systems, während die installierte Antriebsleistung reduziert werden kann. Auch konstruktiv bringt das Konzept Vorteile. Weniger bewegte Bauteile und eine kompaktere Bauweise sorgen für eine übersichtlichere Maschinenstruktur. Wartungsarbeiten lassen sich einfacher durchführen und der Betrieb wird insgesamt robuster. Lastspitzen werden nicht mehr mechanisch übertragen, sondern direkt im Motor kontaktlos absorbiert.
Wirtschaftlichkeit und Anlagenverfügbarkeit im Fokus
Bei der Entwicklung des PKR spielte neben der technischen Robustheit vor allem die Wirtschaftlichkeit eine zentrale Rolle. Der Wegfall des Getriebes reduziert den Wartungsaufwand deutlich. Arbeiten wie Ölwechsel, Dichtungswechsel oder regelmäßige Getriebeinspektionen entfallen vollständig. Gleichzeitig sinkt das Risiko ungeplanter Stillstände, die bei langsam laufenden Zerkleinerern häufig durch Getriebeschäden verursacht werden. Durch den verbesserten Wirkungsgrad des Direktantriebs kann außerdem der Energieverbrauch reduziert werden. Insgesamt trägt das Konzept dazu bei, die Gesamtbetriebskosten zu senken und gleichzeitig die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen.
Entwickelt für anspruchsvolle Materialströme
Der PKR wurde insbesondere für Vorzerkleinerungsaufgaben in der Abfall- und Wertstoffaufbereitung entwickelt. Dazu zählen Anwendungen mit stark schwankenden Materialzusammensetzungen, hohen Störstoffanteilen sowie einem hohen Drehmomentbedarf bei niedrigen Drehzahlen. Typische Einsatzfelder sind unter anderem Haus- und Gewerbeabfälle, Sperrmüll, Baumischabfälle sowie die Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen, Leichtverpackungen und Kunststofffraktionen. Gerade in diesen Materialströmen zeigt der Direktantrieb seine Vorteile, da er Lastspitzen besonders robust verarbeitet.
Flexible Integration in bestehende Anlagenkonzepte
Der PKR ist so ausgelegt, dass er sich flexibel in unterschiedliche Anlagenkonzepte integrieren lässt. Er kann sowohl als eigenständige Vorzerkleinerungsstufe eingesetzt werden als auch als Bestandteil mehrstufiger Aufbereitungsanlagen. Auch als Austauschlösung für bestehende Maschinen mit Getriebeantrieb kann der PKR eingesetzt werden. Durch die kompakte Bauweise und den reduzierten mechanischen Aufbau entstehen zusätzliche Freiheitsgrade bei Anlagenlayout und Wartungszugänglichkeit. Damit eignet sich die Maschine sowohl für neue Anlagenkonzepte als auch für Modernisierungsprojekte.
Die ALLRECO GmbH mit Sitz in Velbert entwickelt und realisiert Anlagenlösungen für die stationäre Aufbereitungstechnik in der Recycling- und Abfallwirtschaft. Das Unternehmen plant und liefert individuelle Anlagen für die Aufbereitung von Altholz, Haus- und Gewerbeabfällen, Biomasse sowie für die Ersatzbrennstoffproduktion. ALLRECO verfügt über langjährige Branchenerfahrung, unter anderem aus der historischen Verbindung zur Doppstadt-Gruppe. Heute ist das Unternehmen Teil der Langenberger Innovation Group (LIG) und konzentriert sich auf durchdachte Anlagenlösungen für anspruchsvolle Aufbereitungsprozesse.
(Erschienen im EU-Recycling Magazin 04/2026, Seite 34 -Advertorial-, Fotos: ALLRECO)













