Bewährte Partnerschaft, neue Architektur: Loacker Recycling kehrt zu rona:systems zurück

Nach einem zehnjährigen Umweg über andere ERP-Systeme setzt die Loacker Recycling GmbH, einer der führenden europäischen Entsorger und Rohstoffhändler, wieder auf rona:office, die branchenspezifische IT-Komplettlösung der rona:systems GmbH. Ausschlaggebend für die Rückkehr war neben der nahtlosen Prozessintegration vor allem die überarbeitete, gruppenweite Datenbank­architektur.

Loacker Recycling zählt zu den führenden Unternehmen der europäischen Entsorgungs- und Recyclingwirtschaft. Das Familienunternehmen aus dem vorarlbergischen Götzis beschäftigt rund 1.400 Mitarbeitende an über 40 Betriebsstätten in acht Ländern und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 900 Millionen Euro. Die Gruppe deckt das gesamte Entsorgungsspektrum ab: Containerservice, Sammlung, Aufbereitung und Vermarktung von Eisen- und Nichteisenmetallen sowie weiterer Wertstoffe, unter anderem Kunststoff, Papier und Glas. Mit 1,8 Millionen Tonnen gesammelter Wertstoffe pro Jahr gehört Loacker zu den mengenstärksten Verwertern im DACH-Raum.

ERP-Lösungen im Wandel
Für den Betrieb in diesem Maßstab ist eine IT-Infrastruktur nötig, die branchenspezifische Prozesse zuverlässig abbildet. Daher setzt das Recyclingunternehmen bereits seit den frühen 1990er Jahren entsprechend ausgerichtete IT-Lösungen von rona:systems und anderen Anbietern ein. Nach zwei Systemwechseln aufgrund veränderter Unternehmensstrategien in den letzten zehn Jahren begann bei Loacker 2024 die Suche nach einer branchenspezifischen ERP-Lösung, mit der sich die Anforderungen auch weiterhin optimal erfüllen lassen, nicht zuletzt im Hinblick auf sich verändernde Rahmenbedingungen und gesetzliche Richtlinien. Fündig wurden die IT-Verantwortlichen bei jenem ERP-Anbieter, mit dem sie vor über 30 Jahren begannen: rona:systems.

Rückkehr nach vorne
Die IT-Lösung rona:office war Loacker nicht fremd. Bereits 1993 führte das Unternehmen die damalige Vorgängerlösung ein und wuchs mit ihr während mehr als zwei Jahrzehnten. Doch mit der zunehmenden Internationalisierung der Gruppe stießen die Systeme an ihre Grenzen. Übergreifende Auswertungen und konsistente Datenhaltung wurden zu großen Herausforderungen, weshalb Loacker Mitte der 2010er-Jahre auf eine weitverbreitete ERP-Plattform aus dem Großkonzernumfeld wechselte.

Neue Datenbankarchitektur überzeugt
Im Sommer 2024 nahmen die Verantwortlichen bei Loacker Kontakt zu Rainer Marte, dem Geschäftsführer von rona:systems, auf. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, ob die damals fehlende Möglichkeit, alle Konzerngesellschaften mit unterschiedlichen Hauswährungen in einer zentralen Datenbank zu führen, inzwischen gefunden wurde. Da die Experten von rona:systems in den zurückliegenden Jahren ihr Konzept einer grundlegenden architektonischen Weiterentwicklung unterzogen hatten, fiel die Antwort eindeutig positiv aus. Denn die Plattform ermöglicht es nun, sämtliche Gesellschaften einer Unternehmensgruppe ohne nationale Silos, ohne redundante Datenhaltung und ohne aufwändige Systemsynchronisation in einer einzigen zentralen Datenbank zu betreiben.

Der Hauptsitz der Loacker Recycling GmbH in Götzis

„Wir haben uns die damaligen Probleme sehr genau angesehen. Da rona:systems uns zeigen konnte, dass sie nunmehr lösbar sind, arbeiten wir heute auf einer einzigen Datenbank statt auf vielen verschiedenen“, erklärt Christoph Bachmann, Head of Corporate Development, Digital Services & Solutions bei Loacker. Nachdem im August 2024 die offizielle Entscheidung zur Rückkehr fiel, folgte nach rund einem halben Jahr Vorlaufzeit im März 2025 der Go-live am Hauptstandort: Alle vier Loacker-Betriebsstätten in Vorarlberg, dem operativen Herzstück der Gruppe, wurden in einem gemeinsamen Schritt auf rona:office umgestellt.

Nahtlose Prozesse
Was rona:office von generalistischen ERP-Plattformen unterscheidet, ist die konsequente Ausrichtung auf die operativen Anforderungen der Kreislaufwirtschaft. Waagenansteuerung, Behälterverwaltung, Lieferscheinwesen, Wertstoffabrechnung, Tourenplanung und Kundenabrechnung greifen ohne Medienbruch ineinander. Prozessbrüche, wie sie bei allgemeinen ERP-Lösungen durch aufwändiges Customizing entstehen, entfallen dank der integrierten Branchenlogik von rona:office.

Für Loacker ist das im täglichen Arbeitsalltag essenziell. Fällt etwa die Waage als einer der neuralgischen Punkte im operativen Ablauf aus, steht der Betrieb binnen Minuten still. Die unmittelbare Rückkopplungsschleife zwischen Waagenerfassung, Belegwesen und Abrechnung ist in rona:office ein Teil des Standards. Auch die hochfrequente Datenschnittstelle zur Finanzbuchhaltung, die Loacker über SAP abwickelt, arbeitet vollautomatisch.

Agile Implementierung und persönlicher Betreuung
Für die Implementierung setzte das gemeinsame Projektteam auf einen agilen Ansatz: Statt umfangreicher Lastenhefte analysierten sie die Prozesse gemeinsam und setzten offene Punkte direkt um. Die fünfmonatige Vorbereitung für den Betrieb an vier Standorten umfasste Analyse, Konzeption, Entwicklung und Testing. In den ersten Wochen nach dem Go-live war das rona:systems-Team vor Ort, um Probleme direkt zu lösen. So wurden Probleme nicht in Ticket-Systemen geparkt, sondern unmittelbar adressiert. „Dieser direkte Draht funktioniert bis heute gut. Bei Problemen ist jemand verfügbar, der oft direkt eine Lösung liefert“, sagt Christoph Bachmann.

Ein weiterer Vorteil ergab sich durch die bereits vorliegenden Kenntnisse und Erfahrungen mit rona:systems. Denn mehrere Key-User auf Loacker-Seite kannten die IT-Lösung aus früheren Jahren, sodass sie im Projekt als interne Multiplikatoren wirkten und die Einarbeitung beschleunigten. Das zahlt sich auch beim laufenden Rollout in weiteren Gesellschaften aus, da dort ebenso rona:office-Know-how und -Erfahrungen vorliegen. Das Ergebnis: Die Lernkurve ist nicht nur entsprechend kürzer, auch die Akzeptanz ist höher.

Etappenweise Einführung
Der unternehmensweite Rollout läuft schrittweise: Nach Vorarlberg folgte die Vögele Recycling AG (Chur/Schweiz) zum 1. Oktober 2025, Loacker Ostschweiz zum 1. Februar 2026 und Loacker Recycling Lindau zum 1. März 2026. Weitere Gesellschaften sollen zügig integriert werden. Die Erfahrungen aus den Vorarlberger Standorten, die mit Abstand größten und prozessreichsten der Gruppe, dienen dabei als Blaupause. „Was dort stabil läuft, funktioniert unseren Erfahrungen nach auch anderswo. Und bisher haben wir uns darin nicht getäuscht“, betont der Projektleiter.

Weiterer Ausbau geplant
Die unternehmensweite Anbindung von rona:office in allen Loacker-Niederlassungen (Deutschland, Schweiz, Slowakei und Ungarn) ist noch voll im Gange. Mit dem bisherigen Projektverlauf ist Christoph Bachmann zufrieden: „Unser Betrieb läuft jetzt grundsätzlich rund, und die Abschlüsse kommen pünktlich.“ Die Zusammenarbeit mit rona:systems sieht der Projektleiter nicht als statisches, sondern als sehr dynamisches Projekt. Denn angesichts des komplexer werdenden Entsorgungs- und Recyclingmarkts ergäben sich in der täglichen Arbeit immer weitere Verbesserungspotenziale. Die Zusammenarbeit mit den IT-Experten von rona:systems bewertet der Projektleiter positiv: „Die sprechen unsere Sprache und verstehen, was wir wollen.“

rona.at, loacker-recycling.com

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 06/2026, Seite 14 -Advertorial-, Fotos: Loacker Recycling)