BRT Hartner stellt standardisierte Systemlösungen vor

Der Recyclingmaschinenbauer BRT Hartner (Eggersmann Gruppe) erweitert sein Angebot um ein neues Geschäftsfeld. Fortan bietet das Unternehmen für den internationalen Markt über 30 standardisierte Systemlösungen unterschiedlichster Größe und Komplexität zu vordefinierten Preisen.

Mechanische Recyclingverfahren folgen grundlegenden Mustern. Manche Maschinenkombinationen werden daher regelmäßig angefragt, in nahezu immer gleicher Weise zusammengestellt und angeordnet – das ist zumindest die Erfahrung von BRT Hartner. „Wir versorgen die Recyclingbranche nun schon seit über 30 Jahren mit professionellen Stationärmaschinen“, erklärt Sebastian Plaewe als Teamleader Sales Stationary Systems für BRT Hartner. „Wir haben im Laufe dieser Zeit erlebt, dass viele Anfragen in nahezu identischer Form wiederkehren. Dies gilt sowohl für kleine Frontends aus Vorzerkleinerer mit Überbandmagnet und Förderband als auch für komplexe Sortierlinien.“

Das Unternehmen hat sich daher entschieden, aus den gewonnenen Erfahrungen standardisierte Systemlösungen mit genauem Leistungsumfang und zu einem vordefinierten Preis zu entwickeln: „Wir minimieren dadurch erheblich den Planungsaufwand, was sich natürlich deutlich auf die Kosten auswirkt. Gleichzeitig bekommen unsere Kunden von Anfang an einen Festpreis an die Hand. Das bedeutet ein hohes Maß an Planungssicherheit für ihre Kalkulation. Bestimmte Kosten – wie die für Transport und Baumaßnahmen – hängen natürlich vom jeweiligen Land ab und müssen individuell bestimmt werden.“

Skalierbare und modulare Konzepte
Bei vielen der vorgestellten Systemlösungen handelt es sich um Module und Aufbereitungslinien, welche in größere Prozesse integriert werden können. Dies gilt besonders für die Vorschaltanlagen. Diese Kleinsysteme sind wahlweise mit Vorzerkleinerer, Sacköffner oder Ballenentdrahter erhältlich und können je nach Bedarf entweder nur mit zusätzlichem Förderband oder eben auch direkt mit Überbandmagnet, einer Drehverladung für beidseitige Container-Befüllung sowie unterschiedlichen Siebsystemen bestellt werden. Dagegen sind manche Aufbereitungslinien in unterschiedlichen Durchsatzmengen erhältlich und können entsprechend den Anforderungen mehrfach nebeneinandergeschaltet werden.

Sebastian Plaewe: „Dieses Prinzip ist ja gerade bei großen Anlagen heutzutage gängige Praxis, da es sich positiv auf die Anlagenverfügbarkeit auswirkt – im Servicefall oder bei Wartungsmaßnahmen steht schließlich nur eine Linie still und nicht die komplette Anlage. Die Skalierbarkeit war uns daher sehr wichtig.“ Für die biologische Trocknung mit Convaero-System oder die Ersatzbrennstofferzeugung mit dem Eggersmann Fuel-Verfahren stehen so beispielsweise Anlagengrößen von 150, 250, 500 und 1.000 Tonnen Behandlungskapazität von Siedlungsabfällen pro Tag zur Auswahl. „Wie in einem Baukasten können dabei natürlich Durchsatzmengen wie 650 oder 1.250 Tonnen modular zusammengestellt werden“, ergänzt Plaewe.

Lösungen für unterschiedliche Inputströme

Von der Kompostfeinaufbereitung über Kleinanlagen zur Trennung von Mischpapier in Papier, Pappe, Kartonage und Verbundstoffe bis hin zu Aufbereitungslinien für Verpackungs- und Baumischabfälle decken die Systemlösungen unterschiedliche Anwendungen ab. Dabei werden oft für einen Inputstrom mehrere Ansätze präsentiert. Für Siedlungsabfall stellt BRT Hartner so beispielsweise nicht nur verschiedene Konzepte für die mechanische Vorbehandlung, sondern auch Lösungen für die biologische Trocknung sowie für die Ersatzbrennstofferzeugung zur Verfügung. Bei Ersatzbrennstoff wird dabei noch einmal gesondert zwischen rein mechanisch erzeugtem EBS sowie solchem mit getrockneter Biomasse für einen noch höheren Brennwert unterschieden. Und es wird noch weitere Systeme geben, kündigt Plaewe an: „Viele der Konzepte lassen sich auch mit anderen Maschinen aus unserem umfangreichen Angebot realisieren. So sind auch Frontends mit unseren BRT Hartner BOS-Sacköffnern speziell für Bioabfälle oder unseren EWD Geräte-Entmantlern möglich. Die Kombinationsmöglichkeiten sind nahezu endlos. Wir haben mit den besonders gefragten Systemen angefangen und werden das Angebot sukzessive weiter ausbauen.“

Angebot auch für Anlagenbauer
BRT Hartner ist für seine stationären Recyclingmaschinen international bekannt. So führt das Unternehmen unterschiedlichste Lösungen für das Öffnen, Zerkleinern, Sortieren, Dosieren und Mischen von Abfallströmen verschiedenster Art. Diese Maschinen wurden bisher alle einzeln angeboten. Mit der Einführung der Systemlösungen erschließt der Maschinenbauer nun ein neues Geschäftsfeld.

Unter den Systemlösungen von BRT Hartner finden sich auch vollständige Anlagenkonzepte, welche nur noch an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden müssen

Geschäftsleiter Andre Berlage betont dabei, dass es sich um keine Konkurrenz für den klassischen Anlagenbau handele: „Über unsere Händler bieten wir sehr viele kleine Systeme für Recyclinghöfe, Entsorgungsbetriebe und Sammelstellen, die für Anlagenbauer vom Auftragsumfang nicht interessant wären. Darüber hinaus führen wir zwar auch vollständige Anlagen, aber an diese Großprojekte wagt sich aus gutem Grund kaum ein Kunde ohne Anlagenbauer als Generalunternehmer. Oft fragen nun genau diese Anlagenbauer bei uns mehrere Maschinen als Gesamtpaket an. Durch unsere standardisierten Systeme möchten wir gerade auch ihnen den Planungsaufwand erleichtern. Sie haben so auch weniger Schnittstellen und fragen nur eine Gesamtlösung an.“ Sebastian Plaewe merkt an, dass es vielmehr um die Schließung einer Marktlücke gehe: „Im Kern möchten wir mit unseren Systemen preiswerte und schnell implementierbare Lösungen für genau jene Kunden bieten, die mehr als eine einzelne Stationärmaschine und trotzdem noch keine individuell geplante Anlage benötigen.“

eggersmann-recyclingtechnology.com

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 05/2026, Seite 34 -Advertorial-, Fotos: Eggersmann Gruppe)