Steinert: Standard-NIR erkennt Marker

Nur herausragende Innovationen rund um die Verpackung erhalten den Deutschen Verpackungspreis. 2021 qualifizieren sich Verpackungsproduzent Fischbach und Marker-Hersteller Tailorlux für diese Anerkennung. Steinert UniSort entwickelte die Idee zur Markierung und die Detektion – basierend auf Standard-Nah-Infrarot-Erkennung.

Tobias Herzog, Managing Director Tailorlux, Hendrik Beel, Geschäftsführer der Steinert UniSort und Achim Helmenstein, Geschäftsführer der Fischbach KG, konzipierten gemeinsam einen Marker, der es ermöglicht, Food- von Non-Food-Verpackungen zu unterscheiden, nicht-recyclingfähige Produkte auffindbar zu machen oder Verpackungen mit Inhaltsstoffen auszusortieren, die das Recycling behindern. Es ist nur ein Software-Update erforderlich, das Betreiber von Sortieranlagen bei Steinert UniSort anfragen können, um unkompliziert von dieser Innovation zu profitieren. Für die Sortieranlage ist der Integrationsaufwand somit sehr gering und funktioniert mit der herkömmlichen Technologie.

Ein möglicher Anwendungsfall sind nicht-recyclingfähige Produkte. Etwa weil ein schädlicher Inhaltsstoff als Rest in einer Flasche das Recycling beeinträchtigt. Standard NIR-Sortiersysteme in Sortieranlagen detektieren den Marker von Tailorlux auf der nicht-recyclingfähigen PE-Verpackung blitzschnell und sortieren das Objekt sofort aus. So bleibt das aus der Sortieranlage rückgewonnene PE sauber und kann zu einem neuen PE-Produkt werden. Die Markierung besteht übrigens aus einem Druck aus UV-Siebdruckfarben. Sie ist für das Auge kaum erkennbar, aber ihre Farben stellen eine gute Absorptionsbande dar.

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(Erschienen im EU-Recycling Magazin 10/2021, Seite 56, Foto: Steinert GmbH)