• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Elektromobilität: „Zweites Leben“ für Busbatterien

Weiterverwendung von ausgemusterten Traktionsbatterien als Pufferspeicher, etwa in Schnellladestationen: Der Ansatz von Batteriesystem-Hersteller Akasol könnte Schule machen.

Die Elektrifizierung von Stadtbussen nimmt enorm Fahrt auf. Das zeigte die vierte Ausgabe der Online-Konferenz electrive.net Live am 25. September 2020 zum Thema elektrische Nutzfahrzeuge. Dabei rücken Second Life und Recycling von Lithium-Ionen-Batteriesystemen stärker in den Fokus, wie Referent Sven Schulz, CEO Akasol AG, bestätigte und dazu eine vielversprechende Unternehmensentwicklung vorstellte.

Foto: Akasol AG

Das Portfolio von Akasol umfasst Hochleistungs-Batteriesysteme für Hybrid-, vollelektrische und Brennstoffzellen-Fahrzeuge. „Wir sind hauptsächlich in der 700-Volt-Klasse unterwegs“, merkte Schulz an. Die Unternehmensaktivitäten sind in die Bereiche „On-Highway“ (Bus- und Nutzfahrzeug-Batteriesysteme) und „Off-Highway“ (Schienenfahrzeuge, Arbeitsmaschinen, Schiffe und stationäre Speicherlösungen) aufgeteilt. Akasol produziert selbst keine Batteriezellen, sondern kauft diese von namhaften Herstellern ein. „Was wir dann tun, ist die Modul- und Systementwicklung und die Herstellung von Modulen“, umriss Schulz das Geschäftskonzept. Angeboten werden auch Turnkey-Solutions, beispielsweise PnP Powerpacks und batteriegestützte Schnellladesäulen.

Von der Busbatterie zur Schnellladestation
Wie Schulz in seinem Vortrag ausführte, werden die Bus-Batteriesysteme von Akasol im „ersten Leben“ etwa zehn Jahre lang betrieben. Bei Batterien für vollelektrische Fahrzeuge werden rund 4.000 Ladezyklen angenommen. „Irgendwann sind die Zyklen aufgebraucht und das Fahrzeug lässt sich nicht mehr nachhaltig genug betreiben“, verdeutlichte Schulz. Die zu 70/80 Prozent verbleibende Restenergie kann dann gegebenenfalls noch stationäre Anwendungen bedienen. Und hier setzt Akasol an: Zusammen mit einem Kunden wurde ein Produkt entwickelt, dass die Batteriesysteme in eine Ladeinfrastruktur einbindet – von der Busbatterie zur mobilen, batteriegestützten Schnellladestation.

Dazu werden die ausgemusterten Bus-Batteriesysteme ausgebaut und überholt. Das sogenannte Refurbishment gestaltet sich dabei auf niedrigem Level: „Es werden keine einzelnen Zellen und Module ausgetauscht, sondern gegebenenfalls Steckverbindungen und Dichtungen ausgebessert und erneuert.“ Laut Schulz vollzieht sich das ohne großen Arbeitsaufwand. Akasol installiert anschließend die Second Life-Systeme in ihren batteriebetriebenen Schnellladestationen.

Testbetrieb läuft und wird sehr gut angenommen
Die mobilen Ladestationen verfügen über eine Speicherkapazität von circa 200 Kilowattstunden. Das entspricht vier Batteriepacks. Sie sind ausgestattet mit 2 x 150 kW Schnellladeplätzen (DC charging CCS) sowie 2 x 22 kW Ladeplätzen (AC charging Type 2). Aktuell sind im Rahmen eines Pilotprojekts 18 Ladestationen im Testbetrieb, die jeden Tag genutzt und den Erfahrungen nach sehr gut angenommen werden. Bislang gab es keine Leistungsabfälle. Eine Installation mit verfügbarer Netzleistung ist jederzeit und sofort möglich, sodass sich ein Leerlaufen ausschließt.

Die Ladestationen können natürlich auch mit neuen Batterien betrieben werden. Doch selbstredend ist das „zweite Leben“ der alten Batteriesysteme begrenzt, sodass am Ende nur der Weg ins Recycling bleibt. Akasol ist zuversichtlich, die Recyclingquote seiner Batteriesysteme bis 2025 von derzeit 75 Prozent auf 95 Prozent steigern zu können. Das Unternehmen will mit den Worten von CEO Sven Schulz nicht Anbieter von Ladeinfrastruktur werden, sondern versteht sich als Entwickler und Hersteller. Für das Produkt wie auch für Anwendungen in der Indus­trie sowie im Energieerzeugungssektor werden Vertriebspartner gesucht.

www.akasol.com

(EU-Recycling 11/2020, Seite 27, Foto: Akasol AG)

5.312
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2020/10/Zweites-Leben-Busbatterien-Akasol-1.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2020-11-04 10:18:142020-10-29 13:22:57Elektromobilität: „Zweites Leben“ für Busbatterien
Das könnte Sie auch interessieren
Neufassung des Batteriegesetzes – Anhörung der Verbände: Die Vorlage geht kaum auf die massiv veränderte Marktsituation ein
Batterien nachhaltiger, leistungsfähiger und langlebiger machen
LIB-Recycling: Zwischen Nachfragesteigerung und Importabhängigkeit
Phosphat für Lithium-Ionen-Batterien nutzbar machen
Cronimet steckt künftig auch in Elektro­fahrzeugen
Neue Marke „On“ von Hosokawa: Umfangreiches Angebot für Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien
Forschung für hochwertiges Batterierecycling
Schrottmarkt kompakt: Schrottpreise bleiben bis Ende des 1. Quartals 2022 auf hohem Niveau

Anzeige

Translation

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: Recyclinganlage für kontaminierten Stahlschrott in Delfzijl/Niederlande eröffnet Link to: Recyclinganlage für kontaminierten Stahlschrott in Delfzijl/Niederlande eröffnet Recyclinganlage für kontaminierten Stahlschrott in Delfzijl/Niederlande er... Link to: Entsorgungs-Logistik: Fachmesse in Selm informierte über neue Trends Link to: Entsorgungs-Logistik: Fachmesse in Selm informierte über neue Trends Entsorgungs-Logistik: Fachmesse in Selm informierte über neue Trends
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen