• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Uneinheitliche nationale Regelungen bremsen die Einweg-Plastik-Verordnung

Die europäischen Hersteller von Verpackungs-Kunststoffen sind sehr besorgt darüber, dass viele EU-Mitgliedstaaten weder rechtzeitig die verpflichtenden Anforderungen der EU-Einweg-Plastik-Verordnung umgesetzt noch Ausnahmen oder Verschärfungen vorgesehen haben.

Quelle: EuPC / essenscia

Die Umsetzung der EU-weiten Verbote und Kennzeichnungsregeln in nationale rechtliche Rahmenbedingungen war auf den 3. Juli 2021 terminiert. Da die Direktive 2019 in großer Eile verabschiedet wurde, seien viele der Bestimmungen unklar und interpretationsbedürftig geblieben. Und der Leitfaden der Kommission im Geltungsbereich der Direktive, gerade einmal vier Wochen vor Stichtag veröffentlicht, habe wenig Klarheit für die Umsetzung gebracht.

Zu unerwarteten Konsequenten geführt
„Der Spielraum für Interpretationen führt zu unerwarteten Tendenzen, zum Beispiel dem Verbot vollständig recycelbarer Kunststoffe, während mit Kunststoff ummantelte Papierprodukte im Widerspruch zur Direktive ausgeschlossen werden, basierend auf der Grundlage der bestehenden Genehmigung von Verunreinigungen in EPR-Systemen“, kritisierte Oliver Van Volden, Experte für Verpackung und Circular Economy bei essenscia PolyMatters. Darum wollen essenscia, die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen und EuPC ihre Kräfte bündeln, um die Umsetzung in den Mitgliedstaaten abzuschätzen und auf die Konsequenzen hinzuweisen, die der Flickenteppich an Verpackungsgesetzen für Konsumenten und Unternehmen in der EU mit sich bringt.

Binnenmarkt Stück für Stück aufgelöst
„Wir sind sehr besorgt über den Trend, die harmonisierten Verpackungsvorschriften im gemeinsamen Markt aufzubrechen und spezielle nationale Regeln zu erfinden, oftmals für Kunststoff-Verpackungen. Das löst Stück für Stück die größte Errungenschaft der EU auf – den Binnenmarkt zum Austausch von Waren, von denen die meisten in Kunststoff verpackt sind. Wir appellieren an die Kommission, stärker als Wächter der Verträge zu agieren und konsequenter gegen solche divergierenden nationalen Regelungen vorzugehen“, betonte Martin Engelmann von der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen.

Maßnahmen laufen auseinander
Beispiele der langsamen Umsetzung sind die EU-Verbote für Trinkhalme sowie für bestimmte Einweg-Verpackungen und Getränkebecher aus EPS. Untersuchungen der drei Unternehmungen zufolge haben nur elf Mitgliedstaaten diese Verbote bislang eingeführt. Die Lage ist noch schlimmer bei den Kennzeichnungs-Regelungen für Einweg-Getränkebecher, die nur in fünf Mitgliedstaaten Anwendung finden.

Die Verbände kritisieren ebenso die Versuche verschiedener Mitgliedstaaten, weiterreichende Verbote – zum Beispiel für Frucht- und Obst-Verpackungen – oder länderspezifische Kennzeichnungs-Regularien einzuführen. „Diese auseinanderlaufenden nationalen Maßnahmen können – und in einigen Fällen tun sie es auch – die Integrität des Binnenmarktes und damit die Basis für Wohlstand in der EU und eine wichtige Voraussetzung zum Erreichen der ambitionierten Ziele der Circular Economy untergraben“, gab Alexandre Dangis, EuPC-Managing Director, zu bedenken.

Ein Flickenteppich
Tatsächlich gleicht eine Europakarte, die beispielsweise den Fortschritt in der Umsetzung der Getränke-Verpackungsdirektiven zeigt, nach Darstellung des EuPC einem Flickenteppich. Dänemark hat bislang nichts unternommen. In Schottland, Wales, Litauen, Polen, Tschechien, Rumänien und Slowenien wurde darüber debattiert, aber kein Konzept entworfen. Schweden und die Slowakei haben einen Entwurf vorgelegt. In Spanien, Italien, Bulgarien, Ungarn, Österreich, Belgien, Estland und Finnland wurden nach Überprüfung abschließende Gespräche vereinbart. In Portugal, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Deutschland, Ungarn, Lettland, Irland und Nordirland sind die entsprechenden Gesetze in Kraft. Über Norwegen, die Schweiz und etliche südosteuropäische Länder liegen keine Informationen vor; das Vereinigte Königreich hat eigene Maßnahmen getroffen.

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 12/2021, Seite 6, Foto: vedat zorluer / pixabay.com)

7.409
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2021/11/Einweg-Plastik-1221.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2021-11-30 13:09:312021-11-25 10:34:21Uneinheitliche nationale Regelungen bremsen die Einweg-Plastik-Verordnung
Das könnte Sie auch interessieren
DSD hat einen neuen Eigentümer
Neues Verpackungsregister: Beteiligungsmengen noch nicht ausreichend
Neueste Redwave-Sortiertechnologie für Reiling
Abfalltrennung: Österreich wird umweltbewusster
Econ bestellt Friedrich Rechberger zum Geschäftsführer
Waste-to-Energy kann als nachhaltige Wirtschaftstätigkeit angesehen werden
Schweiz: Sammelsystem für Verpackungen nimmt weiter Form an
Wie mit einem Coinjektions-Spritzgießverfahren Regranulat verarbeitet werden kann

Anzeige

Translation

Diese Seite drucken / Print Diese Seite drucken / Print

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: Grenzüberschreitende Abfallverbringungsverordnung: Die EU-Kommission schlägt strengere Vorschriften vor Link to: Grenzüberschreitende Abfallverbringungsverordnung: Die EU-Kommission schlägt strengere Vorschriften vor Grenzüberschreitende Abfallverbringungsverordnung: Die EU-Kommission schlägt... Link to: Einigung im europäisch-amerikanischen Stahlstreit Link to: Einigung im europäisch-amerikanischen Stahlstreit Einigung im europäisch-amerikanischen Stahlstreit
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen