18 neue batterieelektrische Mercedes-Benz eEconic für die Abfallentsorgung
Das „Team Sauberes Karlsruhe“ (TSK) hat seine Flotte um sieben vollelektrische Abfallsammelfahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz eEconic erweitert. Elf weitere baugleiche Fahrzeuge sind bereits beauftragt. Mit dem Einsatz der batterieelektrischen Fahrzeuge setzt die Stadt Karlsruhe ein deutliches Zeichen für eine nachhaltige, leise und emissionsarme Abfallentsorgung.
Begleitet wurde das Projekt durch Mercedes-Benz Trucks eConsulting und die S&G Automobil AG. Gemeinsam wurden geeignete Einsatzkonzepte für das Stadtgebiet entwickelt und eine passende Ladeinfrastruktur am Betriebshof umgesetzt.
Seit September bereits siebenfach im Einsatz
Seit Ende September sind die sieben eEconic im gesamten Karlsruher Stadtgebiet im Einsatz – ohne gebietsspezifische Einschränkungen. Sie kommen in der Rest- und Papiermüllsammlung sowie bei der Sperrmüllabfuhr zum Einsatz. Die Heckladerfahrzeuge sind mit Aufbauten von FAUN Umwelttechnik ausgestattet: Fünf Fahrzeuge verfügen über einen VARIOPRESS-Aufbau für flexible Sammelaufgaben, zwei über den robusten POWERPRESS-Aufbau für die Sperrmüllentsorgung.
Im täglichen Betrieb legen die Fahrzeuge durchschnittlich rund 80 Kilometer zurück, teilweise auch mehr als 100 Kilometer. Mit drei Batteriepaketen à 112 kWh (rund 97 kWh nutzbar) können alle Touren im Einschichtbetrieb ohne Zwischenladen zuverlässig bewältigt werden. Durch Rekuperation im Stop-and-Go-Betrieb lässt sich zusätzlich Energie zurückgewinnen, sodass am Tagesende meist eine komfortable Restreichweite verbleibt. Das Multimedia-Cockpit informiert die Fahrer kontinuierlich über Energieverbrauch und Reichweite und unterstützt eine effiziente Fahrweise.
Ein Testfahrzeug („Emma“) absolvierte im Praxiseinsatz täglich rund 80 Kilometer mit etwa 60 Stopps und verbrauchte dabei lediglich rund 35 Prozent der Batteriekapazität. Der Ladezustand sank von 100 auf etwa 65 Prozent. Durch den Einsatz der Elektrofahrzeuge wird die Abfallentsorgung deutlich leiser und emissionsärmer. Pro Fahrzeug lassen sich je nach Einsatz zwischen 150 und 170 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen – insgesamt rund 1.200 Tonnen jährlich. Bis 2035 soll der städtische Fuhrpark nahezu vollständig auf alternative Antriebe umgestellt werden.
Grundlage der Elektrifizierung ist ein ganzheitliches Ladeinfrastrukturkonzept. Am Betriebshof wurde ein dezentrales Satelliten-Ladesystem mit zwei 400-kW-Leistungseinheiten und acht Ladepunkten à 100 kW installiert. Ein Energiemanagementsystem steuert die Ladevorgänge und vermeidet Netzspitzen. Perspektivisch ist auch die Nutzung von Batteriespeichern sowie selbst erzeugtem Solarstrom geplant.
Das „Team Sauberes Karlsruhe“ ist an 365 Tagen im Jahr für eine saubere und funktionierende Fächerstadt im Einsatz. Rund 540 Mitarbeitende sorgen für die Abfallentsorgung, die Straßenreinigung und den städtischen Winterdienst. Darüber hinaus betreut das TSK den kommunalen Fuhrpark und fungiert als zentraler Mobilitätsdienstleister für die Stadtverwaltung und deren Eigenbetriebe.
Die Anschaffung der E-Fahrzeuge wurde im Rahmen der Richtlinie über die Förderung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen mit alternativen, klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur (KsNI) durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) gefördert. Die Förderrichtlinie wurde von der NOW GmbH koordiniert; Anträge wurden durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität bewilligt.
(Erschienen im EU-Recycling Magazin 01/2026, Seite 18 -Advertorial-, Foto: Daimler Truck AG)







