Moderne Bioabfall-Entpackung: Organik rein gewinnen und Rejekte minimieren
Verpackte Lebensmittelabfälle und Supermarktretouren bergen ein enormes energetisches Potenzial für Biogasanlagen. Um dieses Potenzial wirtschaftlich zu heben, müssen die Anforderungen der Bioabfallverordnung (BioAbfV) sowie hohe Qualitätsanforderungen an die erzeugten Gärprodukte erfüllt werden.
Gleichzeitig stellen stark heterogene Rohstoffströme, etwa verpackte Lebensmittel aus dem Handel oder kommunal gesammelte Bioabfälle mit diversen Fremdstoffen, die Anlagentechnik vor große Herausforderungen. Konventionelle Entpackungsmaschinen greifen meist auf einrotorige Systeme zurück, die bei der Fremdstoffabscheidung oft nicht die Effizienz der DRM erreichen.
Die Lösung liegt im veränderten Wirkprinzip: Die DRM von Tietjen nutzt ein spezielles Doppelrotor-Prinzip, bei dem Prall-, Press- und Zentrifugalkräfte gezielt eingesetzt werden, um Verpackungen zu öffnen und die Organik freizusetzen. Da die Verpackungen den Prozess hier erst nach vollständiger Abtrennung der Organik verlassen, statt unkontrolliert ausgeworfen zu werden, entsteht die Basis für eine effiziente und zuverlässige Trennung. Zudem überzeugt die DRM mit einer Durchsatzleistung von bis zu 25 t/h im industriellen Dauerbetrieb und liefert eine homogene, pumpfähige Organikphase bei höchster Reinheit.

Abtrennung feinster Fremdstoffe aus der Flüssigphase zur Einhaltung strenger Qualitätsstandards durch BioRefiner BRF
Um die Wirtschaftlichkeit des Prozesses zu maximieren, lässt sich das System mit der Pressschnecke PRS zur Optimierung der abgeschiedenen Fremdstoffe ergänzen. Diese presst die ausgeschleusten Verpackungen unter hohem Druck aus und gewinnt wertvolle, anhaftende flüssige Restbiomasse für den Fermenter zurück. Das Abpressen anhaftender Restbiomasse reduziert Gewicht und Volumen der ausgeschleusten Fremdstoffe deutlich und senkt dadurch Transport- und Entsorgungskosten.
Erreicht die DRM bei vielen Projekten die gesetzlich geforderten Reinheiten bereits eigenständig, bietet Tietjen für stark verunreinigte Abfälle mit dem neuen BioRefiner BRF eine optionale Stufe zur zusätzlichen Substrataufwertung: Diese ermöglicht eine Reinheit von bis zu 99,9 Prozent. Direkt aus der Flüssigphase scheidet das System kleinste Folienreste und Hartplastik über Siebeinsätze (Maschenweite 3–5 mm) zuverlässig ab. Das Besondere an dieser innovativen Technik ist, dass dies mit nur minimalem Organikverlust gelingt. Der BioRefiner ergänzt die DRM ideal: Während die DRM durch Substratflexibilität überzeugt und auch stabile Verpackungen mit hohen Fremdstoffanteilen unterbrechungsfrei verarbeitet, sorgt der BioRefiner für eine definierte Nachreinigung. So entsteht eine Balance aus Produktreinheit, Organikausbeute und Prozesssicherheit, wodurch sich selbst stark belastete Abfallströme wirtschaftlich erschließen lassen.
Dank des modularen Konzepts „Made in Germany“ lässt sich die DRM flexibel als Standalone-Lösung nutzen oder als Gesamtsystem integrieren. Die Auslegung erfolgt passgenau anhand der spezifischen Stoffströme und Durchsatzanforderungen des Betreibers.
(Erschienen im EU-Recycling Magazin 09/2026, Seite 40 -Advertorial-, Fotos: TIETJEN Verfahrenstechnik)











