• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Infraleichtbeton 2.0 – die Zukunft des Bauens?

Vom 13. bis 15. Januar 2021 fand in München die BAU statt – pandemiebedingt virtuell. Zwei der vier Leitthemen der Fachmesse für Architektur, Materialien und Systeme befassten sich mit der „Zukunft des Wohnens“ und „Ressourcen und Recycling“.

Zu beiden Themen passen die aktuellen Forschungsergebnisse zu Infraleichtbeton vom Institut für Werkstoffe des Bauwesens der Universität der Bundeswehr München unter der Leitung von Prof. Karl-Christian Thienel, Vizepräsident für Lehre und Internationalisierung.

Leichtbeton an sich ist keine neue Erfindung, sondern schon seit den Römern bekannt. Der Baustoff wurde stets weiterentwickelt und verbessert. Erstmals wurde im Jahre 2004 ein sehr leichter Leichtbeton im Rahmen eines Schiffbauprojekts an der Universität der Bundeswehr München entwickelt, den dann Prof. Mike Schlaich von der TU Berlin als „Infraleichtbeton“ adaptierte und der für Außenwände im Hausbau Anwendung fand. Existierende Normen beschreiben leichte, normale und schwere Betone. Da die neuartige Mischung unterhalb (lateinisch: infra) der Grenze zum bisher genormten Leichtbeton liegt, wurde sie Infraleichtbeton getauft; sie stellt eine Weiterentwicklung des bereits bekannten Leichtbetons dar.

Dessen Qualität entsteht unter anderem durch Zumischung von leichten Gesteinskörnungen wie Blähton oder Blähglas zum Zement, im Gegensatz zu Sand und Kies im Normalbeton. In diesen Materialien ist viel Luft eingeschlossen, wodurch der Beton nicht nur leicht, sondern auch noch deutlich wärmedämmender wird. Das Innovative am Infraleichtbeton ist, dass dieser alles in sich vereint, was für den Bau wichtig ist: Er trägt, schützt vor Witterungen und dämmt. Diese Eigenschaften können zwar auch andere Materialien, wie zum Beispiel Holz, aufweisen, doch Beton hat zusätzlich den Vorteil der enorm langen Haltbarkeit.

Ein recycelbares Baumaterial
Infraleichtbeton ist den Informationen nach sehr gut recycelbar. Die verwendete leichte Gesteinskörnung Blähglas ist selbst bereits ein Recyclingprodukt. Der Werkstoff bietet damit eine gute Perspektive für die Zukunft.

Die ausgezeichneten Eigenschaften des Infraleichtbetons sollten noch bei wesentlich mehr Bauprojekten zum Einsatz kommen, sind Prof. Thienel und das Team der Meinung. Die realisierten Projekte der Wissenschaftler fanden bislang viel Anklang bei Architekten und Bauunternehmern. Und die Entwicklung zusammen mit der Baustoffindustrie geht weiter. Die Rezepturen werden von erfahrenen Betontechnologen der Industrie eingestellt; die Prüfung und Begutachtung erfolgt an den Instituten von Prof. Thienel und Prof. Thomas Braml (Institut für Konstruktiven Ingenieurbau) an der Universität der Bundeswehr München. So entstand die nächste Stufe der Weiterentwicklung – der Infraleichtbeton 2.0, ein statisch tragender Hochleistungsbeton, der monolithisches Bauen ermöglicht, die Anforderungen der Energieeinsparverordnung erfüllt und zu 100 Prozent recycelbar ist.

Mobiles Betonwerk entwickelt
Innovation wird jedoch nicht nur beim Produkt selbst großgeschrieben. Um mit dem Beton möglichst nah am Kunden zu sein, wurde von dem Betontechnologen Björn Callsen (Holcim GmbH) ein mobiles Betonwerk entwickelt. Dieses wurde auf einem Lkw-Aufleger verbaut und ermöglicht, den gewünschten Infraleichtbeton direkt an Ort und Stelle herzustellen. In großtechnischen Versuchen auf dem Gelände der Universität der Bundeswehr München wurde in einer Kooperation auch die Weiterverarbeitung des Materials vor Ort erprobt, und es konnten bisherige Probleme mit der Pumpbarkeit des Materials behoben werden.

Das nächste Ziel ist eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Infra­leichtbeton beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin. Derzeit muss jedes Projekt, das mit diesem Infraleichtbeton gebaut wird, vom jeweiligen Bundesland geprüft und genehmigt werden.

Der neu entwickelte Infraleichtbeton ermöglicht eine schnelle und einfache Bauweise, die zu optisch ansprechenden Ergebnissen führen kann und durch die gute Wärmedämmung einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Da weniger Materialien miteinander verbunden werden, sind auf der Baustelle weniger Gewerke und Arbeitsschritte nötig, was zu einer Zeitersparnis beim Bauen führt.

www.unibw.de

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 04/2021, Seite 44, Foto: Universität der Bundeswehr München)

 

Anzeige

4.905
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2021/04/Infraleichtbeton-421.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2021-04-13 10:40:312021-04-08 12:29:20Infraleichtbeton 2.0 – die Zukunft des Bauens?
Das könnte Sie auch interessieren
Panizzolo Recycling Systems: „Es ist an der Zeit, die Aufbereitung von wertvollen Metallabfällen zu maximieren“
Solids RegioDay Chemnitz: Neues aus der Schüttgut­industrie in Theorie und Praxis
eREC: virtuell, praktisch, gut!
Eine neue Halle für die Ecomondo und Key Energy
Kunststoff-Recyclinglösungen von Herbold Meckesheim auf der Fakuma
Recycling- und Schüttgut-Technologien für mehr Nachhaltigkeit
Gewusst wie: Verschlusskappen effektiv und umweltfreundlich verwerten
Entsorgungs-Logistik: Fachmesse in Selm informierte über neue Trends

Anzeige

Translation

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: Schrottentsorgung: Die Schrotthändler in Bochum arbeiten hochprofessionell und unkompliziert Link to: Schrottentsorgung: Die Schrotthändler in Bochum arbeiten hochprofessionell und unkompliziert Schrottentsorgung: Die Schrotthändler in Bochum arbeiten hochprofessionell... Link to: bvse-Statistik: Deutscher Schrottaußenhandel 2020 Link to: bvse-Statistik: Deutscher Schrottaußenhandel 2020 bvse-Statistik: Deutscher Schrottaußenhandel 2020
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen