Landwehr investiert in die Zukunft des Bodenrecyclings
Die Landwehr Bauschuttdepot GmbH & Co. KG mit Sitz in Herzebrock-Clarholz ist Spezialist für Bauschuttrecycling an drei Standorten. Am Standort Lintel entsteht in Zusammenarbeit mit der Binder+Co AG und deren Tochterunternehmen, der Comec-Binder S.r.l., eine Bodenwaschanlage, die noch im Dezember in Betrieb gehen sollte.
Sechs Produkte aus einem Stoffstrom
Mit der neuen Anlage ergänzt Landwehr sein bestehendes Bauschuttrecycling um die Aufbereitung von mineralischen Böden bis zur Bodenklasse BM-F3 – also von Materialien mit den höchsten zulässigen Belastungen gemäß der Ersatzbaustoffverordnung (EBV), die weiterhin verwertet werden dürfen. Das Bodenmaterial stammt unter anderem aus Rückbauprojekten, Erdaushüben, Tiefbauarbeiten oder Bankettsanierungen. Aus den aufbereiteten Böden entstehen künftig sechs hochwertige Produkte: zwei Sande in unterschiedlicher Körnung und vier definierte Gesteinskörnungen. Diese Materialien können anschließend im Straßen-, Tief- und Erdbau wiederverwendet werden.
Die hochmoderne Anlage ist auf einen Durchsatz von 120 Tonnen pro Stunde ausgelegt und erstreckt sich über eine Fläche von 5.000 Quadratmetern. Im angeschlossenen Bodenlagerbereich stehen zusätzlich 4.000 Quadratmeter Lagerfläche für die Annahme und Zwischenlagerung der Böden zur Verfügung – je nach Belastungsklasse innen oder außen. In der Aufbereitung befinden sich 500 Kubikmeter Prozesswasser im Umlauf – dieses wird kontinuierlich gereinigt und wiederverwendet. Recycelt wird bei Landwehr nicht nur Bauschutt und Bodenaushub; sogar Industriehallen bekommen ein „zweites Leben“: Zur Gesamtanlage gehört auch eine neue Technikhalle, in der Geräte, Maschinen und Anlagentechnik untergebracht sind. Die Halle ist eine Zweitverwertung. Sie stand zuvor an einem anderen Standort und wurde für das Projekt in Lintel umgesetzt und wiederverwendet.
(Erschienen im EU-Recycling Magazin 01/2026, Seite 40, Foto: Peter Smiatek)











