Annika Anders übernimmt bei der DPP
Die Deutsche Phosphor-Plattform DPP e. V. hat eine neue Geschäftsführung: Dr. Annika Anders übernahm am 1. Oktober 2026 die Aufgaben von Tabea Knickel.
Knickel war seit Januar 2020 Geschäftsführerin und hat in dieser Zeit wesentlich dazu beigetragen, das Mitgliedernetzwerk zu stärken und die Umsetzung der Klärschlammverordnung gemeinsam mit den Mitgliedern zu fördern und einzufordern. In ihre Amtszeit fielen unter anderem der erste Branchendialog zur Phosphorrückgewinnung (BMUKN) sowie mehrere, gemeinsam mit dem Vorstand erarbeitete Positionspapiere und Stellungnahmen, in denen die DPP-Position unter anderem nach Einhaltung der Frist der Klärschlammverordnung nochmals verdeutlicht wurde. „Für mich war die DPP vor allem eine Plattform für den Austausch mit unseren Mitgliedern und den verschiedenen Akteuren rund um das Phosphorrecycling. Über die vielen Veranstaltungen und gemeinsamen Termine ist ein eng verbundenes Netzwerk entstanden, das die Arbeit der DPP für mich besonders macht.“ Tabea Knickel freut sich, dass Annika Anders diese Arbeit weiterführt. „Ich wünsche ihr viel Erfolg.“
Dr. Annika Anders bringt fundierte Fachkenntnisse im Phosphorrecycling mit. Seit September 2022 ist sie als technisch-administrative und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen tätig. Von Mai 2020 bis Juni 2025 promovierte sie am Forschungscampus Mittelhessen der THM zum Thema Phosphorrecycling. Im Mittelpunkt standen bio-basierte Verfahren der Phosphorrücklösung aus Belebtschlamm und die Rückgewinnung als Calciumphosphat. Neben Laborstudien erprobte sie die Verfahren im Pilotmaßstab auf einer kommunalen Kläranlage. Für ihre Dissertation wurde sie im Oktober 2025 mit dem Förderpreis der Deutschen Phosphor-Plattform DPP e. V. ausgezeichnet.
Annika Anders freut sich auf die neue Aufgabe: „Ich schätze sehr, was Tabea Knickel gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern aufgebaut hat. Daran möchte ich anknüpfen und den offenen Austausch in der DPP weiterführen.“ Gerade mit Blick auf 2029 gebe es noch viele Fragen, etwa zur praktischen Umsetzung und zur Nutzung der zurückgewonnenen Phosphate. Dieses Thema möchte Anders gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern angehen und das Phosphorrecycling weiter voranbringen.
deutsche-phosphor-plattform.de
(Erschienen im EU-Recycling Magazin 11/2026, Seite 3 Foto: DPP 2026)








