• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Die Reparatur von Elektrogeräten wird einfacher – Ersatzteile müssen lieferbar sein

In ganz Europa gelten seit 1. März 2021 neue Anforderungen hinsichtlich der Reparatur von bestimmten neuen Elektrogeräten. Für das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland gehen die Neuerungen aber nicht weit genug: In anderen EU-Ländern stehen Verbraucher bei der Reparatur von Haushaltsgeräten sehr viel besser da als hierzulande.

Für neue Produkte wie Kühlgeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und elektronische Displays (einschließlich Fernsehgeräte) gilt ab 1. März unter anderem folgendes:

  • Ersatzteile müssen noch lange nach dem Kauf lieferbar sein – z. B. sieben Jahre bei Kühlgeräten und zehn Jahre bei Waschmaschinen.
  • Ersatzteile sind zeitnah zu liefern – innerhalb von 15 Tagen.
  • Hersteller müssen dafür sorgen, dass Ersatzteile mit allgemein verfügbaren Werkzeugen ausgetauscht werden können und ohne dass das Gerät dauerhaft beschädigt wird.
  • Verbraucher müssen „nicht-sicherheitsrelevante“ Ersatzteile wie beispielsweise Türgriffe oder Türscharniere selbst kaufen können. „Fachlich kompetente Reparateure“ sollen auch sicherheitsrelevante Ersatzteile erwerben können.
  • Hersteller müssen Verbrauchern im Internet eine Liste mit den erhältlichen Ersatzteilen zur Verfügung stellen.
  • „Fachlich kompetenten Reparateuren“ und Verbrauchern ist ein freier Zugriff zu entsprechenden Reparaturanleitungen zu gewährleisten.

Zudem müssen Verbraucher schon beim Kauf darüber informiert werden, welche Mängel auftreten können, ob und wie das Produkt repariert werden kann und welche Kosten dafür entstehen. Diese Maßnahmen sind Teil der EU-Ökodesign-Richtlinie.

Smartphones, Tablets und PCs nicht umfasst
Für Karolina Wojtal, Leiterin Europäisches Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland, gehen die Neuerungen nicht weit genug: „Ressourcenintensive Geräte wie Smartphones, Tablets oder PCs sind im Moment leider nicht umfasst; dabei wären gerade diese wichtig. Und bestimmte Ersatzteile werden nur „fachlich kompetenten Reparateuren“ mit entsprechendem Versicherungsschutz zur Verfügung gestellt. Verbraucher und die in ganz Europa immer beliebter werdenden Repair-Cafés könnten leer ausgehen.“

Bis Ende 2021 plant die EU-Kommission weitere Vorschriften; dann sollen auch Smartphones und Ladekabel umfasst sein. Auch ein digitaler „Produktpass“ ist im Gespräch, der EU-weit darüber informieren soll, wie lange ein Produkt hält und ob es repariert werden kann. Bis die Änderungen beim Verbraucher ankommen, können aber noch Jahre vergehen.

Recht auf Reparatur: Einzelne EU-Länder legen vor
Andere europäische Länder haben bereits eigene Wege entwickelt, um Verbrauchern mehr Recycling und bessere Möglichkeiten bei der Reparatur zu bieten. So hat Schweden die Mehrwertsteuer auf die Reparatur von Schuhen, Kleidung, Haushaltsgeräten und Fahrrädern um die Hälfte gesenkt. Und Handwerker dürfen Reparaturen für Elektro-Großgeräte bis zu 50 Prozent günstiger anbieten als die tatsächlichen Kosten – die Differenz zahlt der Staat.

Ein ähnliches Prinzip verfolgt die Stadt Wien mit dem „Reparaturbon“, mit dem Verbraucher gebrauchte Geräte (auch Smartphones) reparieren lassen können und so bis zu 100 Euro sparen. In Frankreich informiert der „Reparatur-Index“ bereits jetzt, wie einfach elektronische Geräte repariert werden können. Berücksichtigt wird unter anderem auch die Software. Immer häufiger werden Geräte nämlich aufgrund von Softwareproblemen oder fehlenden Updates nicht mehr genutzt. Dank des Indexes sollen in Frankreich bis 2026 60 Prozent der elektronischen Geräte repariert werden können.

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 04/2021, Seite 11, Foto: Bruno /Germany / pixabay.com)

5.130
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2021/04/Reparatur-Handy-421.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2021-04-08 09:37:492021-04-06 13:41:58Die Reparatur von Elektrogeräten wird einfacher – Ersatzteile müssen lieferbar sein
Das könnte Sie auch interessieren
Baustoffrecycling: Europäischer Innovationspreis ausgelobt
Globale Kreislaufwirtschaft braucht Rezyklathandel
KIAS Recycling GmbH
EU-Regulierung soll Mobiltelefone und Tablets nachhaltiger machen
Revision der Altfahrzeugrichtlinie: Was sich ändern sollte
Reparieren scheint in Deutschland kein Standard zu sein
Schweiz: 94.500 Tonnen Elektrogeräte in 2023 gesammelt
Recht auf Reparatur: EU-Binnenmarkt-Ausschuss stimmt für Förderung

Anzeige

Translation

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: In vier Schritten zur recyclingfähigen Verpackung Link to: In vier Schritten zur recyclingfähigen Verpackung In vier Schritten zur recyclingfähigen Verpackung Link to: Mit künstlicher Intelligenz zu mehr Recycling Link to: Mit künstlicher Intelligenz zu mehr Recycling Mit künstlicher Intelligenz zu mehr Recycling
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen