• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Kommunale Kläranlagen: Sehr gute Abbauleistungen auch unter Pandemie-Bedingungen

Die kommunalen Kläranlagen in Deutschland haben auch unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie 2021 ihr hohes Leistungsniveau unter Beweis gestellt. Die Grenzwerte der EU-Kommunalabwasserrichtlinie für den chemischen Sauerstoffbedarf, Stickstoff und Phosphor wurden sicher eingehalten und großteils deutlich unterschritten. Dies belegt der 34. Leistungsnachweis kommunaler Kläranlagen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA).

Abbauwerte auf hohem Niveau bestätigt
Die kommunalen Kläranlagen konnten 2021 die bereits guten Abbauwerte des Vorjahres beim chemischen Sauerstoffbedarf, bei Gesamtphosphor und bei Gesamtstickstoff bestätigen. In konkreten Zahlen: Der chemische Sauerstoffbedarf des Abwassers konnte von 538 Milligramm pro Liter (mg/l) im Zulauf auf 25 mg/l im Ablauf reduziert werden, ein Abbau von 95,4 Prozent (2020: 95,6 Prozent). Der Gesamtstickstoff wurde in den Kläranlagen im Mittel zu 84,6 Prozent (2020: 83,2 Prozent) abgebaut, von 51,6 mg/l auf 8,4 mg/l. Noch etwas höher ist die Eliminationsrate bei Gesamtphosphor: Die Reduzierung der Fracht im Zulauf von 6,9 mg/l auf 0,48 mg/l im Ablauf bedeutet eine Ausschleusung von 93,0 Prozent (2020: 93,1 Prozent) der Phosphorfracht.

Besonders hoch sind die Abbauleistungen bei Phosphor und Stickstoff im Norden Deutschlands. Die Kläranlagen der DWA-Landesverbände Nord und Nord-Ost melden bei Phosphor einen Abbau von 96,2 Prozent. Dieses ist auf die deutlich höhere Konzentration im Zulauf zurückzuführen. Im Norden Deutschlands dominiert die Trennkanalisation: Der Zulauf der Kläranlagen ist nicht mit Regenwasser verdünnt, wie es bei der Mischkanalisation gegeben ist, die in den südlicheren Bundesländern vorherrscht.

Unterschiede bei der Konzentration der Schadstofffrachten im Zulauf bestehen auch in Abhängigkeit von der Größe der Kläranlagen. Große Kläranlagen haben generell geringere spezifische Zuläufe zu behandeln; die CSB-Werte sind dadurch bedingt dort aber höher. Im Gegensatz dazu ist der Zusammenhang von Kläranlagengröße und Zulaufverschmutzung bei Gesamtstickstoff und Gesamtphosphor im Zulauf weniger ausgeprägt beziehungsweise sogar umgekehrt. Die spezifischen zu behandelnden Phosphor-und Stickstoffzulauffrachten sinken mit zunehmender Anlagengröße. Das hat zur Folge, dass gerade kleinere Kläranlagen, die oftmals über eine weniger aufwändige verfahrenstechnische Ausrüstung verfügen, mit einer höheren spezifischen Nährstofffracht konfrontiert sind. Dies stellt bei einer gleichermaßen geforderten Reinigungsleistung eine größere Herausforderung dar.

3,6 Millionen Einzelmessungen
Die DWA erhebt über ihre Kläranlagen-Nachbarschaften jährlich den Leistungsstand der Abwasserbehandlung. Der aktuelle 34. DWA-Leistungsnachweis kommunaler Kläranlagen basiert auf über 3,6 Millionen Einzelmessungen, die das Betriebspersonal der Anlagen im Rahmen der Selbstüberwachung vorgenommen hat. Die erhobenen Daten fließen als Jahresmittelwerte in den Leistungsnachweis ein. Am aktuellen Leistungsnachweis haben sich 5273 der insgesamt 8891 kommunalen Kläranlagen beteiligt. Diese Kläranlagen vereinen eine Gesamtausbaugröße von 134,0 Millionen Einwohnerwerten. Bezogen auf eine Ausbaukapazität von 152,1 Millionen Einwohnerwerten bedeutet dies eine Beteiligung von 88,1 Prozent der in Deutschland installierten Reinigungsleistung in kommunalen Kläranlagen. Der Einwohnerwert enthält neben dem Abwasser privater Haushalte als Berechnungsäquivalent auch Einleitungen aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft. Dadurch bedingt liegt die Gesamtausbaugröße von gut 150 Millionen Einwohnerwerten deutlich oberhalb der Einwohnerzahl von rund 83 Millionen.

Quelle: DWA

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 01/2023, Seite 51, Foto: SmartGeoPL / pixabay.com)

5.322
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2022/12/Kom-Klaeranlage-0123.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2023-01-08 09:01:382022-12-27 11:11:03Kommunale Kläranlagen: Sehr gute Abbauleistungen auch unter Pandemie-Bedingungen
Das könnte Sie auch interessieren
Vivis legt Band 5 der „Verwertung von Klärschlamm“ vor
Großprojekt Aquafin: Fünf HUBER Bandtrockner BT zur thermischen Verwertung von Klärschlamm
Klärschlamm-Entsorgung: Langfristig ist mit Überkapazitäten zu rechnen
Phosphor aus Katalysatoren der chemischen Industrie wiedergewinnen
Kläranlage in Altena: Ruhrverband setzt das Nereda-Verfahren um
Wessjohann-Seilförderanlagen für getrockneten Klärschlamm
Neue Kläranlage auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München installiert
Bessere Schlammbehandlung in kommunalen Kläranlagen

Anzeige

Translation

Diese Seite drucken / Print Diese Seite drucken / Print

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: Phosphor-Recycling aus Klärschlamm verbessern Link to: Phosphor-Recycling aus Klärschlamm verbessern Phosphor-Recycling aus Klärschlamm verbessern Link to: Forschung für hochwertiges Batterierecycling Link to: Forschung für hochwertiges Batterierecycling Forschung für hochwertiges Batterierecycling
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen