Lithium-Rückgewinnung kommt großen Schritt voran
In Krefeld wurde eine Anlage im industrienahen Maßstab installiert, die Lithium aus allen Sorten unterschiedlicher Li-Batterien zurückgewinnen kann.
Das von Accurec entwickelte, thermochemische Verfahren überführt mit geringem Aufwand an Energie und Betriebsmitteln kritische Rohstoffe in eine trennbare Form und extrahiert sie. „Wir erreichen mit unserem Clima-Prozess (Critical Raw Materials Recovery from Li-Battery Waste MAnagement) eine hohe Ausbeute und Qualitäten von über 99 Prozent“, sagt Dr. Reiner Sojka, Gründer und Geschäftsführer Accurec-Recycling GmbH. Das Unternehmen hat bereits mehrere innovative Verfahren für alle gängigen Batteriesysteme (Nickel-Cadmium, Nickel-Metallhydrid und Lithium-Ionen) entwickelt. Das gemeinsame Forschungsvorhaben EarLi mit Evonik zielt auf die weitere Erhöhung der Lithium-Ausbeute.
Laut Ralph Marquardt, Chief Innovation Officer Evonik Industries AG, möchte das Unternehmen zu einer Lösung beitragen, die die E-Mobilität unter geringstmöglicher Umweltbelastung voranbringt. Das gelöste Lithium wird elektrochemisch mittels einer hoch-selektiven keramischen Membran separiert und als hochreines Lithiumhydroxid Monohydrat isoliert. Evonik befasst sich bereits seit einigen Jahren mit der Entwicklung von Lithiumionen-selektierenden keramischen Ionenleitern und deren Anwendung als Trennmembran in einem elektrochemischen Verfahren. Die Nutzung der innovativen Verfahrenskombination soll eine kosten- und energieeffiziente Isolation von hochreinem Lithiumhydroxid ermöglichen und damit den Lithiumkreislauf im Bereich der Batterieanwendung schließen.
Quelle: Accurec-Recycling GmbH
*) „Extraktion und Aufreinigung von Lithiumhydroxid Monohydrat aus gebrauchten Elektromobilen Lithium-Ionen-Batterien für die Batteriezellfertigung“. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft.
(Erschienen im EU-Recycling Magazin 01/2026, Seite 14, Foto: Felicia Weyhe/Accurec-Recycling GmbH)











