• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

„PlasticObs_plus“ – Kunststoffabfälle gezielt erkennen

Kunststoffabfälle in Gewässern und im Meer sind ein Umweltproblem. Das KI-gestützte Projekt „PlasticObs_plus“ will die Quellen, Verbreitungswege und Ansammlungspunkte des Mülls detektieren, um die Verschmutzung gezielt bekämpfen zu können.

Entdecken und quantifizieren
Ein Konzept für den Einsatz multispektraler Kameras auf Drohnen sowie Verfahren zur Bestimmung des Plastikmülls auf Flüssen und an Stränden erarbeiteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) bereits im Oktober 2019. Dazu nutzten sie im Rahmen eines Weltbank-Projekts, das auf die Bekämpfung der Plastikverschmutzung rund um die kambodschanischen Städte Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville abzielte, den Einsatz multispektraler Kameras auf Drohnen für Verfahren zur Bestimmung des Plastikmülls auf Flüssen und an Stränden. Und entwickelten einen Machine-Learning-Algorithmus namens Aplastic-Q („aquatic plastic litter detector and quantifier system“), den sie zunächst an räumlich sehr hochaufgelösten RGB-Bildern trainierten, die bei Luftaufnahmen in Kambodscha aus einer Höhe von sechs Metern entstanden.

Laut DFKI basiert der Algorithmus auf künstlichen neuronalen Netzen, die sich besonders gut für das maschinelle Lernen im Bereich der Bilderkennung eignen. Mit zwei Komponenten, dem Plastikmüll-Detektor und dem Plastikmüll-Quantifizierer, können die in viele kleinere Bildbereiche unterteilten Aufnahmen nacheinander analysiert werden. Dabei lassen sich mit einer Genauigkeit von etwa 83 Prozent Wasser, Sand, Vegetation und Plastikmüll unterscheiden. Als Resultat können die Dichte der Plastikabfälle und deren Materialart sowie Anzahl ermittelt werden.

Mit Flugzeugen und Drohnen
Mit diesen Voraussetzungen hat sich das DFKI nun unter der Leitung von Professor Oliver Zielinski im Bereich „Marine Perception“ an das vom Bundesumweltministerium finanzierten Vorhaben „PlasticObs_plus“ gewagt. Mit Hilfe eines gekoppelten KI-Systems sollen luftgestützt durch Flugzeuge und Drohnen auf Gewässern schwimmende sowie angespülte Plastikabfälle detektiert werden, um Quellen und Verbreitungswege des Mülls zu identifizieren. Der Einsatz von maschinellem Lernen und weiteren KI-Techniken hilft dabei, Muster zu erkennen und Entscheidungen zu unterstützen.

Das Projektteam bezieht dabei Netzwerkpartner aus der Umweltüberwachung und der Küstenforschung ein und stellt zudem Daten aus der Meeresüberwachung zusammen, die von Flugzeugen gesammelt wurden. Dieser Datenpool ist die Basis, auf der das Grundgerüst eines KI-Systems festgelegt wird. Mit den Daten wird das System trainiert und getestet. Im Ergebnis sollen die zeitliche Verteilung und Vektoren von Plastikverschmutzung graphisch in Karten dargestellt sowie Informationen über die Zusammensetzung des Mülls zur Verfügung gestellt werden.

Mit Leuchtturmcharakter
Das Projekt entwickelt einen innovativen Ansatz, der zum Monitoring von Plastikeinträgen in Meeren, Küstengebieten und Flüsse beitragen kann. Die Kommunikation der Projektergebnisse hilft zudem, ein erhöhtes Bewusstsein in der Bevölkerung dafür zu schaffen, unnötige Kunststoffverpackungen und -produkte zu vermeiden. Ergänzend wird das Projekt die verwendeten KI-Methoden über offene Softwareplattformen und Publikationen bereitstellen. So können andere Projekte weltweit die Methoden nutzen, um Plastikmüll in ihren Bild- und Sensordaten zu detektieren.

www.dfki.de

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 08/2022, Seite 18, Screenshot: DFKI / YouTube-Video)

2.155
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2022/07/PlasticObs-0822.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2022-08-03 11:28:462022-08-23 10:27:06„PlasticObs_plus“ – Kunststoffabfälle gezielt erkennen
Das könnte Sie auch interessieren
Exportverbot von Plastikmüll denkbar
Chemisches Recycling: Neste schließt erste Testreihe zur Verarbeitung von verflüssigtem Kunststoffabfall ab
Kunststoffabfälle: Der Mengen-Rückgang hat Gründe
Recycling von Energie- und Schleppketten: igus-Programm nimmt Fahrt auf
Europäische Union beschränkt Export von Plastikmüll
Wie Plastikmüll am Meeresgrund aufgespürt werden kann
Mit Ultraschall dem Mikroplastik auf der Spur – Eine einfache Methode
Plastikabfall: 2021 wurde 25 Prozent weniger exportiert als im Vorjahr

Anzeige

Translation

Diese Seite drucken / Print Diese Seite drucken / Print

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: Plastikabfall: 2021 wurde 25 Prozent weniger exportiert als im Vorjahr Link to: Plastikabfall: 2021 wurde 25 Prozent weniger exportiert als im Vorjahr Plastikabfall: 2021 wurde 25 Prozent weniger exportiert als im Vorjahr Link to: Verpackungsrecycling: Neue Sortiertechnologien auf dem Prüfstand Link to: Verpackungsrecycling: Neue Sortiertechnologien auf dem Prüfstand Verpackungsrecycling: Neue Sortiertechnologien auf dem Prüfstand
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen