Deutsch-chilenische Rohstoffinitiative setzt auf umweltverträgliche Abbaumethoden

Aus Fluiden, also mineralreichen Lösungen, aus Salzseen und geothermalen Systemen lassen sich möglicherweise kritische Rohstoffe wie Lithium ohne großflächige Umweltzerstörung gewinnen.

In der Initiative „Bridge“ untersuchen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) gemeinsam mit chilenischen Partnern entsprechende Lagerstätten in der Atacama-Wüste. Ziel ist es, ihr Rohstoffpotenzial zu analysieren und Strategien für einen schonenden Abbau zu entwickeln. Der europäische Critical Raw Materials Act (CRMA) verpflichtet die Mitgliedstaaten der EU, ihre Versorgung mit strategisch bedeutsamen Rohstoffen resilienter aufzustellen. Künftig sollen mindestens zehn Prozent des Bedarfs in Europa gedeckt werden. Selbst mit dem Erreichen dieser Quote wird Deutschland also weiterhin den Großteil seiner kritischen Rohstoffe importieren.

Chile ist hierbei ein zentraler Partner – zuletzt bekräftigt durch die institutionalisierte deutsch-chilenische Rohstoff- und Energiepartnerschaft mit Sitz in Santiago de Chile.

geothermics.agw.kit.edu/bridge.php

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 04/2026, Seite 67, Abb.: Initiative „Bridge“)