• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

EU AI Act: Flickenteppich von Einzelregelungen?

Das Europäische Parlament hat den bereits beschlossenen AI Act im Rahmen des „Digital Omnibus“ wieder aufgeschnürt und zentrale Regelungen für KI-Anwendungen in der Industrie aus dem Gesetzespaket herausgelöst. Hochrisiko-Produktbereiche sollen nun sektoral geregelt werden, was auf eine weitere Zersplitterung des Rechtsrahmens hindeutet.

Am 26. März 2026 stimmte das Plenum des Europäischen Parlaments für Änderungen an der KI-Verordnung (AI Act). Neben unstrittigen Verbesserungen wie längeren Umsetzungsfristen, Erleichterungen für KMU und einem Verbot sogenannter „Nudifier“-Anwendungen enthält das Paket aus Sicht des TÜV-Verbands auch einige sehr kritische Regelungen. Zentrale Hochrisiko-Produktbereiche wie Medizinartikel, Maschinen oder Spielzeuge sollen aus dem unmittelbaren Anwendungsbereich der KI-Verordnung herausgelöst werden. Stattdessen sollen entsprechende KI-Anforderungen in sektoralen Rechtsakten geregelt werden.

Ursprünglicher Ansatz ausgehebelt
„Mit diesem Vorgehen wird der ursprüngliche Ansatz des AI Act ausgehebelt, einheitliche Regelungen für zahlreiche Produktgruppen zu schaffen“, meint Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Stattdessen wird die Festlegung von Sicherheitsanforderungen für risikoreiche Produkte und Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben.“ Die Folge wäre ein Regulierungsvakuum in den kommenden fünf bis zehn Jahren und anschließend ein Flickenteppich von Einzelregelungen für die unterschiedlichen Sektoren. Bühler: „In den Trilog-Verhandlungen sind die Mitgliedstaaten und die EU-Kommission gefordert, den horizontalen Ansatz des AI Acts zu erhalten und die Sicherheit für Hochrisiko-KI-Systeme zu gewährleisten.“

Zu KI-Systemen mit hohem Risiko gehören Anwendungen, bei denen Fehlfunktionen oder Fehlentscheidungen gravierende Auswirkungen auf Sicherheit, Gesundheit und die Grundrechte von Personen haben könnten, etwa in der Medizin, der Robotik, in Bewerbungsverfahren oder beim Zugang zu Dienstleistungen wie der Kreditvergabe. „Gerade bei industriellen und verbrauchernahen Hochrisiko-KI-Systemen brauchen wir einheitliche Vorgaben für Robustheit, Datenqualität, Transparenz, Risikomanagement und menschliche Aufsicht, damit Sicherheit, Gesundheit und Grundrechte wirksam geschützt werden“, spricht sich Bühler aus.

Neue Unsicherheiten würden geschaffen
Die vorgeschlagene sektorale Verlagerung („Sektor-Exit“) würde den europäischen Rechtsrahmen für Hochrisiko-KI-Systeme nach Auffassung des TÜV-Verbands nicht vereinfachen, sondern weiter zersplittern. „KI-Anforderungen müssten dann in zahlreiche sektorale Richtlinien und Verordnungen eingearbeitet werden – mit unterschiedlichen Standards, Verfahren und Umsetzungsfristen“, befürchtet Bühler. „Das würde nicht zu mehr Klarheit führen, sondern neue Unsicherheiten schaffen.“ Hinzu käme: KI entwickelt sich deutlich schneller, als sektorale Regulierung angepasst werden kann. Ein solcher Sektor-Exit würde die Regulierung von Hochrisiko-KI deshalb erheblich ausbremsen. KI-spezifische Vorgaben müssten mühsam in viele einzelne Regelwerke übernommen und dort fortlaufend nachgeschärft werden. Das wäre laut Bühler kein Bürokratieabbau, sondern der Einstieg in einen regulatorischen Flickenteppich – mit mehr Aufwand, mehr Unsicherheit und langfristig höheren Belastungen für Unternehmen.

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 06/2026, Seite 5, Foto: MSV, KI-generiert)

1.097
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2026/05/knoten-626.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2026-06-01 12:04:472026-05-26 10:07:07EU AI Act: Flickenteppich von Einzelregelungen?
Das könnte Sie auch interessieren
Energiebedarf Künstlicher Intelligenz wächst rasant
Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie – ein Schritt nach vorn?
CBAM: Rat und Parlament einig über Vereinfachung
Recht auf Reparatur sicher umsetzen
Omnibus-Regelungen: Tempo bei nachhaltiger Transformation beibehalten
„Wir brauchen einen echten Digitalsprint“
Recht auf Reparatur: Einigung auf neue Verbraucherrechte

Anzeige

Translation

Diese Seite drucken / Print Diese Seite drucken / Print

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: Die Wirtschaft mit einem „Transformations­booster“ sichern Link to: Die Wirtschaft mit einem „Transformations­booster“ sichern Die Wirtschaft mit einem „Transformations­booster“ sichern Link to: Der Handel mit Altpapier in schwierigen Zeiten Link to: Der Handel mit Altpapier in schwierigen Zeiten Der Handel mit Altpapier in schwierigen Zeiten
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen