• Link zu Facebook
  • Link zu X
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Newsletter bestellen
  • Bildergalerie
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Verlagsinfo
EU-Recycling
  • Home
  • Artikel
    • Europa aktuell
    • Business
    • Titelthemen
    • Länder
    • Recyclingrohstoffe
    • Technik
  • Marktplatz
  • Events
  • Abo/Leseprobe
  • Magazin
  • Mediadaten
  • BUSINESS INDEX
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Was sollte ein zukünftiges „Recht auf Reparatur“ enthalten?

Ein neues „Recht auf Reparatur“ muss Waren haltbarer und reparierbar machen und eine bessere Kennzeichnung zur Verbraucherinformation sowie eine Erweiterung der Garantierechte umfassen: Das Europä­ische Parlament hat seine Forderungen für einen für 2022 geplanten Vorschlag der EU-Kommission zum „Recht auf Reparatur“ angenommen.

Einigkeit besteht darin, dass ein wirksames Recht auf Reparatur den gesamten Produktlebenszyklus berücksichtigen sollte, darunter Produktdesign, ethische Grundprinzipien der Produktion, Normung, Verbraucherinformation, einschließlich der Kennzeichnung der Reparierbarkeit sowie öffentliches Auftragswesen. Die Abgeordneten fordern, dass Produkte so gestaltet werden, dass sie länger halten, sicher repariert werden können und ihre Teile leicht zugänglich und ausbaubar sind. Sie sind der Meinung, dass ein angemessenes „Recht auf Reparatur“ Reparaturbetrieben und Verbrauchern kostenlos Zugang zu den erforderlichen Reparatur- und Wartungsinformationen bieten sollte. In Bezug auf digitale Geräte argumentieren die Abgeordneten, dass Software-Updates reversibel sein sollten, und zu keiner verminderten Leistung von zum Beispiel Smartphones führen dürften. Sie sollten für einen Mindestzeitraum bereitgestellt werden, und die Verbraucher sollten zum Zeitpunkt des Kaufs umfassend über die Verfügbarkeit von Updates informiert werden. Praktiken, die das Recht auf Reparatur unangemessen einschränken oder zu Wertminderung durch Veralten führen, könnten als „unlautere Geschäftspraktiken“ betrachtet und nach EU-Recht verboten werden.

Die Abgeordneten fordern außerdem:

  • Anreize für Verbraucher, eine Reparatur einem Austausch vorzuziehen, zum Beispiel verlängerte Garantien oder ein Ersatzgerät für die Dauer der Reparatur;
  • harmonisierte Vorschriften für solche Verbraucherinformationen, die unter anderem Angaben zu Reparaturbewertungen, zur geschätzten Lebensdauer, zu Ersatzteilen, zu
  • Reparaturdiensten und zum Zeitraum, in dem Software-Updates verfügbar sind, enthalten;
  • mögliche intelligente Kennzeichnungsmittel wie QR-Codes oder digitale Produktpässe;
  • möglicher gemeinsamer Haftungsmechanismus zwischen Herstellern und Verkäufern für den Fall der Nichtkonformität des Produkts;
  • Anforderungen an Haltbarkeit und Reparatur in einer künftigen Ökodesign-Richtlinie.

E-Schrott ist der am schnellsten wachsende Abfallstrom der Welt: 2019 wurden mehr als 53 Millionen Tonnen Elektronikabfälle entsorgt. Laut einer Eurobarometer-Umfrage sind 79 Prozent der EU-Bürger der Meinung, dass Hersteller verpflichtet sein sollten, die Reparatur von digitalen Geräten oder den Austausch ihrer Einzelteile einfacher zu gestalten, und 77 Prozent würden ihre Geräte eher reparieren, als sie zu ersetzen.

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 05/2022, Seite 5, Foto: O. Kürth)

4.345
Artikel teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Teilen auf LinkedIn
  • Teilen auf Tumblr
  • Teilen auf Vk
  • Teilen auf Reddit
  • Per E-Mail teilen
https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2022/04/Recht-auf-Reparatur-0522.jpg 360 1030 EU-R https://eu-recycling.com/wp-content/uploads/2023/12/EU-R-Logo-250-100.png EU-R2022-04-28 11:09:272022-04-27 09:13:23Was sollte ein zukünftiges „Recht auf Reparatur“ enthalten?
Das könnte Sie auch interessieren
E-Schrott-Entsorgung: Jetzt erst recht!
Elektro(nik)-Altgerätetag: Wie das Notifizierungs-Procedere beschleunigt werden kann
EU-Regulierung soll Mobiltelefone und Tablets nachhaltiger machen
Design for Recycling – Design for what?
Elektroschrott-Recycling: Neues Forschungsprojekt gestartet
EU-Parlament plädiert für „Recht auf Reparatur“
Reparaturkultur: Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher
E-Schrott-Recycling kämpft mit Problemen – Sammelmenge rückläufig

Anzeige

Translation

EU-RECYCLING

Das Fachmagazin für den europäischen Recyclingmarkt. Fakten, Hintergründe, Reportagen made in Europe.

Informativ und praxisnah können Sie monatlich unter anderem in der Print- oder ePaper-Ausgabe lesen:
- Berichte von nationalen/internationalen
   Kongressen, Tagungen u. Fachmessen
- Aktuelles aus der Kreislaufwirtschaft
- Meldungen von der Recyclingbranche
- Neueste EU-Regelungen im Bereich der
  Abfallwirtschaft
- Interessante Interviews und Events


© MSV Mediaservice & Verlag GmbH

Archiv

Themen

Abfall, Abbruch, Abfallwirtschaft, Altautos, Altbatterien, Altglas, Altholz, Altkunststoff, Altmetall, Altöl, Altpapier, Altreifen, Alttextilien, Aufbereitung, Baustoffrecycling, Bioabfall, Elektroschrott, Entsorgung, Ersatzbrennstoffe, Kreislaufwirtschaft, Marktberichte, Metallschrott, NE-Metalle, Recyclingtechnik, Recyclingwirtschaft, Rohstoffhandel, Sammelsysteme, Schredderabfall, Schrott, Sekundärrohstoffe, Sonderabfall, Sortiertechnik, Trenntechnik, Verpackungsabfall, Verwertung

Schlagwörter

Abfall Abfallwirtschaft Abfälle Altholz Altpapier Altreifen aluminium Aufbereitung Batterien BDE BDSV BIR bvse Corona Deutschland Digitalisierung Doppstadt Entsorgung EU IFAT IFAT 2024 KI Kreislaufwirtschaft Kunststoff Kunststoffe Kunststoffrecycling Maschinen Messe Nachhaltigkeit Papier PET Recycling Rezyklate Rohstoffe Schredder Schrott Schrottmarkt Sekundärrohstoffe Software Stahl Tomra Verpackungen Zerkleinerer Zerkleinerung Österreich
Link to: Slowenien: Herstellerverantwortung wird neu geregelt Link to: Slowenien: Herstellerverantwortung wird neu geregelt Slowenien: Herstellerverantwortung wird neu geregelt Link to: Kreislaufwirtschaft am Bau: Das erwartet die Baubranche Link to: Kreislaufwirtschaft am Bau: Das erwartet die Baubranche Kreislaufwirtschaft am Bau: Das erwartet die Baubranche
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen